Schleswig-Holstein: Kappungsgrenze ja, Mietpreisbremse nein
Schleswig-Holstein bremst Mieterhöhungen in 62 Gemeinden, lässt die Anfangsmiete bei neuen Verträgen aber frei.
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Höchstens zulässige Miete bei Mietbeginn
keine Grenze
Die Gemeinde steht zu diesem Datum in keiner Verordnung.
| Ortsübliche Vergleichsmiete | 11,00 €/m² |
| Vergleichsmiete für Ihre Fläche | 682 € |
| Mietpreisbremse | gilt hier nicht |
| Kappungsgrenze | 20 % in drei Jahren |
Ohne Mietpreisbremse gilt bei Vertragsschluss keine Grenze aus §§ 556d ff. BGB. Spätere Erhöhungen folgen trotzdem § 558 BGB mit Vergleichsmiete und Kappungsgrenze.
So rechnen wirSchleswig-Holstein hat seit dem 30. November 2019 keine Mietpreisbremse mehr. Bei einem neuen Vertrag ist die Anfangsmiete daher im ganzen Land frei vereinbar. Für Mieterhöhungen gilt dagegen in 62 Gemeinden eine abgesenkte Kappungsgrenze von 15 Prozent in drei Jahren. Die Kappungsgrenzenverordnung ist seit dem 1. Mai 2024 in Kraft und gilt bis zum 30. April 2029. Erfasst sind die Städte Kiel, Lübeck und Flensburg, das Hamburger Umland mit Norderstedt, Pinneberg, Ahrensburg, Reinbek oder Wedel und viele Urlaubsorte an Nord- und Ostsee, von Sylt, Föhr und Amrum bis Fehmarn, Timmendorfer Strand und Scharbeutz. In allen anderen Gemeinden gilt die bundesweite Grenze von 20 Prozent. Ein Beispiel aus Kiel: Eine Miete von 497 € für 65 m² darf bei einer angenommenen Vergleichsmiete von 9,00 € je Quadratmeter höchstens auf 571,55 € steigen, auch wenn der Vermieter 585 € verlangt.
Nur eine Verordnung
Die Kappungsgrenzenverordnung Schleswig-Holstein (GVOBl. Schl.-H. 2024 S. 308) beruht auf § 558 Abs. 3 BGB und nennt 62 Gemeinden, durchnummeriert. Eine Verordnung nach § 556d BGB hat das Land seit 2019 nicht mehr erlassen. Der Mietcheck zeigt deshalb für jede Gemeinde in Schleswig-Holstein bei einem neuen Vertrag keine Grenze an und rechnet bei Mieterhöhungen mit 15 oder 20 Prozent, je nachdem, ob die Gemeinde in der Liste steht.
Kiel als Beispiel
Eine Wohnung mit 65 m², bisherige Miete 497 €, angenommene Vergleichsmiete 9,00 €: Die Vergleichsmiete erlaubt 585,00 €, die Kappungsgrenze 571,55 €. Zulässig ist der niedrigere Betrag, 571,55 €. Ein Schreiben vom 14. Oktober 2026 beantworten Sie bis zum 31. Dezember 2026. Wer bei einem neuen Vertrag über 640 € prüfen will, ob die Miete hoch ist, kann sie mit der Vergleichsmiete vergleichen; eine gesetzliche Grenze gibt es dafür in Schleswig-Holstein nicht.
Alle Gemeinden mit Kappungsgrenze 15 Prozent
| Buchstabe | Anzahl | Gemeinden |
|---|---|---|
| A | 3 | Ahrensburg, Ammersbek, Aumühle |
| B | 8 | Bad Schwartau, Bad Segeberg, Bargfeld-Stegen, Bargteheide, Barsbüttel, Bönningstedt, Börnsen, Büsum |
| D | 1 | Dahme |
| E | 1 | Elmshorn |
| F | 2 | Fehmarn, Flensburg |
| G | 5 | Geesthacht, Glinde, Grömitz, Groß Grönau, Großenbrode |
| H | 8 | Halstenbek, Hasloh, Heikendorf, Heiligenhafen, Helgoland, Henstedt-Ulzburg, Hohwacht, Hörnum |
| K | 4 | Kaltenkirchen, Kampen, Kellenhusen, Kiel |
| L | 3 | Laboe, List auf Sylt, Lübeck |
| N | 2 | Neustadt in Holstein, Norderstedt |
| O | 1 | Oststeinbek |
| P | 1 | Pinneberg |
| Q | 1 | Quickborn |
| R | 4 | Ratekau, Reinbek, Reinfeld, Rellingen |
| S | 7 | Scharbeutz, Schenefeld, Schönberg, Siek, Sierksdorf, Stockelsdorf, Sylt |
| T | 3 | Timmendorfer Strand, Trappenkamp, Trittau |
| U | 1 | Uetersen |
| W | 7 | Wedel, Wenningstedt-Braderup, Wentorf bei Hamburg, Wittdün auf Amrum, Wohltorf, Wrixum, Wyk auf Föhr |