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Mietspiegel Berlin 2026: Ihre Vergleichsmiete in einer Minute

Wohnlage aus dem Straßenverzeichnis, Baujahr und Fläche genügen; die Ausstattung ordnen Sie bei Bedarf darunter genauer ein.

Geprüft von Radif Partners · Redaktionsrichtlinien · Methodik

Ausstattung genauer einordnen (Orientierungshilfe)

Höchstens zulässige Miete bei Mietbeginn

453,53 €

366,47 € pro Monat zu viel

Ortsübliche Vergleichsmiete6,65 €/m²
Vergleichsmiete für Ihre Fläche412,30 €
Spanne im Mietspiegel5,77–8,74 €/m²
Mietpreisbremsegilt bis 31. Dezember 2029
Kappungsgrenze15 % in drei Jahren
Grenze: Vergleichsmiete + 10 %453,53 €

Zurückfordern können Sie erst nach einer Rüge in Textform. Kommt sie binnen 30 Monaten nach Mietbeginn und läuft der Vertrag noch, gilt sie ab Vertragsbeginn (§ 556g Abs. 2 BGB).

So rechnen wir
Berliner Mietspiegel 2026, Zeile 89 · Offizieller Mietspiegel · Verordnung Berlin

Der Berliner Mietspiegel 2026 gilt seit dem 28. Mai 2026 und bildet die Mieten zum Stichtag 1. September 2025 ab. Er ist ein qualifizierter Mietspiegel nach § 558d BGB, erstellt von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und anerkannt von den Mieter- und Vermieterverbänden. Für eine Wohnung bestimmen drei Merkmale das Tabellenfeld: die Wohnlage (einfach, mittel, gut) aus dem Straßenverzeichnis, das Jahr der Bezugsfertigkeit und die Wohnfläche. Ausgangswert ist der Mittelwert des Feldes; die Orientierungshilfe verschiebt ihn je nach Ausstattung in Richtung des unteren oder oberen Spannenwerts. Eine Wohnung von 1965 mit 62 m² liegt in einfacher Lage bei 6,35 €, in mittlerer bei 6,65 € und in guter bei 7,56 € je Quadratmeter. In ganz Berlin gilt die Mietpreisbremse bis zum 31. Dezember 2029 und die Kappungsgrenze von 15 Prozent bis zum 10. Mai 2028.

So liest der Rechner den Berliner Mietspiegel

Der Berliner Mietspiegel ist ein Tabellenmietspiegel. Für jede Wohnlage gibt es eine Tabelle, darin für jede Baualtersklasse mehrere Größenklassen mit unterem Spannenwert, Mittelwert und oberem Spannenwert, zusammen 189 Zeilen. Der Rechner nimmt das Feld, in das Ihre Angaben fallen, und zeigt Ihnen die Zeilennummer, damit Sie den Wert in der Broschüre der Senatsverwaltung nachschlagen können. Er zeigt nur dieses eine Feld, nie die ganze Tabelle.

Die Werte gelten für voll ausgestattete Wohnungen mit Sammelheizung, Bad und WC in der Wohnung. Fehlen bei einer bis 1949 bezugsfertigen Wohnung Sammelheizung oder Bad, sieht der Mietspiegel einen Abschlag von 0,33 € je Quadratmeter vor. Die Orientierungshilfe ordnet die Wohnung innerhalb der Spanne ein. Sie unterscheidet fünf Merkmalgruppen: Bad und WC, Küche, Wohnung, Gebäude, Wohnumfeld. In jeder Gruppe zählt die einfache Mehrheit der zutreffenden besseren oder schlechteren Merkmale, und die Gruppen werden gegeneinander aufgerechnet.

Drei Lagen, ein Baujahr

Berliner Mietspiegel 2026, Bezugsfertigkeit 1965 bis 1972, 62 m²
WohnlageZeileSpanne je m²Mittelwert je m²
einfach265,54 bis 7,55 €6,35 €
mittel895,77 bis 8,74 €6,65 €
gut1536,07 bis 10,92 €7,56 €

Was der Wert für Sie bedeutet

Bei einem neuen Vertrag gilt in Berlin die Mietpreisbremse: Höchstens die Vergleichsmiete plus zehn Prozent. Für die Wohnung von 1965 in mittlerer Lage sind das 453,53 € im Monat; bei 700 € Miete wären 246,47 € zu viel. Bei einer Mieterhöhung darf die neue Miete die Vergleichsmiete nicht übersteigen und höchstens 15 Prozent über der Miete von vor drei Jahren liegen, denn Berlin hat die Kappungsgrenze abgesenkt. Ein Vermieter, der seine Erhöhung auf etwas anderes stützt, muss die Werte des qualifizierten Mietspiegels trotzdem nennen (§ 558a Abs. 3 BGB).

Häufige Fragen

Woher weiß ich, ob meine Berliner Adresse einfache, mittlere oder gute Wohnlage ist?

Aus dem Straßenverzeichnis zum Mietspiegel 2026, das im Amtsblatt vom 28. Mai 2026 und auf mietspiegel.berlin.de steht. Die Karte in der Broschüre zeigt nur die überwiegende Lage eines Gebiets; innerhalb eines Gebiets können einzelne Adressen anders eingestuft sein. Maßgeblich ist allein der Eintrag für Ihre Hausnummer, den auch die Online-Abfrage der Senatsverwaltung liefert.

Gilt der Berliner Mietspiegel auch für einen Neubau?

Für Wohnungen, die bis zum 31. Dezember 2024 bezugsfertig wurden, ja; die jüngste Klasse reicht von 2020 bis 2024. Ein Neubau von 2018 mit 80 m² in guter Lage liegt beim Mittelwert von 18,94 €. Ab 2025 fertiggestellte Wohnungen sind nicht erfasst. Für eine Neuvermietung ist das oft gleichgültig, weil Erstvermietungen nach dem 1. Oktober 2014 ohnehin nicht unter die Mietpreisbremse fallen.

Warum gibt es für 1973 bis 1990 zwei verschiedene Zeilen?

Weil Ost- und West-Berlin in diesen Jahren unterschiedlich gebaut haben und die Mieten noch heute auseinanderliegen. Für die früheren Ostbezirke und West-Staaken gilt die Klasse 1973 bis 1990 Ost einschließlich der Wendewohnungen, für die früheren Westbezirke die Klassen 1973 bis 1985 und 1986 bis 1990 West. Maßgeblich sind die Bezirksgrenzen vor der Gebietsreform von 2001.

Muss ich die Orientierungshilfe benutzen?

Nein. Sie gehört nicht zum qualifizierten Teil des Mietspiegels, wird aber von Berliner Gerichten als Schätzgrundlage verwendet. Ohne sie gilt der Mittelwert des Feldes. Mit ihr zählen Sie für fünf Gruppen, ob die besseren oder die schlechteren Merkmale überwiegen; jede überwiegend gute Gruppe hebt den Wert um ein Fünftel des Abstands zum oberen Spannenwert.

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Quellen

Verfasst von

Herausgeber von Mietrechtsrechnern für Deutschland

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