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Mieterhöhung-Rechner: Wie viel mehr müssen Sie zahlen?

Schreiben des Vermieters zur Hand nehmen: bisherige Miete, verlangte Miete und Zugangsdatum genügen für die erste Prüfung.

Geprüft von Radif Partners · Redaktionsrichtlinien · Methodik

Ohne Modernisierung und Betriebskosten; leer = bisherige Miete

Ausstattung genauer einordnen (Orientierungshilfe)

Höchstens zulässige neue Miete

820 €

40 € mehr verlangt als erlaubt

Ortsübliche Vergleichsmiete6,65 €/m²
Vergleichsmiete für Ihre Fläche412,30 €
Spanne im Mietspiegel5,77–8,74 €/m²
Mietpreisbremsegilt bis 31. Dezember 2029
Kappungsgrenze15 % in drei Jahren
Grenze Kappung943 €
Bindende GrenzeVergleichsmiete
Zustimmen bis31. Dezember 2026
Neue Miete ab1. Januar 2027

Sie müssen nur bis zur zulässigen Höhe zustimmen; eine Teilzustimmung ist möglich. Ohne Zustimmung muss der Vermieter binnen drei weiteren Monaten klagen (§ 558b BGB).

So rechnen wir
Berliner Mietspiegel 2026, Zeile 89 · Offizieller Mietspiegel · Verordnung Berlin

Ein Vermieter kann bei laufendem Vertrag nach § 558 BGB die Zustimmung zu einer höheren Miete verlangen, aber nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete und nur innerhalb der Kappungsgrenze: höchstens 20 Prozent mehr als vor drei Jahren, in Gemeinden mit Kappungsgrenzenverordnung 15 Prozent. Erhöhungen nach Modernisierung und bei den Betriebskosten zählen dabei nicht mit. Zusätzlich muss die Miete beim Wirksamwerden seit 15 Monaten unverändert sein. Der Rechner nimmt die Kappungsgrenze aus der Verordnung Ihres Landes und berechnet die Vergleichsmiete für Berlin, Hamburg und Dortmund selbst. Beispiel aus Hamburg: Wohnung von 1972 mit 70 m² in normaler Lage, Mittelwert des Mietenspiegels 6,76 € je Quadratmeter. Bei 680 € Miete, 620 € vor drei Jahren und verlangten 820 € sind höchstens 680,00 € zulässig, denn die Kappungsgrenze erlaubt nur 713,00 €. Zustimmen müssen Sie bis zum 31. Dezember 2026, die neue Miete gilt ab 1. Januar 2027.

Was der Rechner prüft

Er geht die Voraussetzungen von § 558 BGB der Reihe nach durch. Zuerst die Höhe: Die neue Miete darf die ortsübliche Vergleichsmiete nicht übersteigen und höchstens um die Kappungsgrenze über der Miete von vor drei Jahren liegen. Welche Grenze in Ihrer Gemeinde gilt, liest er aus der Kappungsgrenzenverordnung Ihres Landes, mit dem Tag, an dem Ihr Schreiben angekommen ist. Dann die Zeit: Das Verlangen darf frühestens 12 Monate nach der letzten Erhöhung kommen, und die neue Miete wird frühestens wirksam, wenn die alte 15 Monate gegolten hat.

Zuletzt die Fristen aus § 558b BGB: Sie haben bis zum Ende des zweiten Kalendermonats nach Zugang Zeit, und die erhöhte Miete schulden Sie ab Beginn des dritten Monats. Stimmen Sie nicht zu, kann der Vermieter innerhalb von drei weiteren Monaten auf Zustimmung klagen; danach ist sein Verlangen erledigt.

Das Hamburger Beispiel

Mieterhöhung für eine Hamburger Wohnung, Schreiben erhalten am 14. Oktober 2026
PrüfschrittBetrag
Vergleichsmiete Mietenspiegel 2025, Feld K36,76 € je m²
Grenze Vergleichsmiete für 70 m²473,20 €
Grenze Kappung: 620 € plus 15 Prozent713,00 €
verlangt820,00 €
zulässig680,00 €
zustimmen bis31. Dezember 2026
neue Miete ab1. Januar 2027

Hamburg hat die Kappungsgrenze für das ganze Stadtgebiet auf 15 Prozent gesenkt; in einer Gemeinde ohne Verordnung wären es 20 Prozent gewesen, und dann hätte hier die Vergleichsmiete die Grenze gezogen. Den Hintergrund erklären die Seiten zur Kappungsgrenze und zur Mieterhöhung. Für eine Erhöhung nach Modernisierung gilt ein eigenes Verfahren, das der Modernisierungsrechner abbildet; bei einer Indexmiete ist eine Erhöhung nach § 558 ganz ausgeschlossen.

Häufige Fragen

Muss ich einer Mieterhöhung zustimmen, wenn sie zu hoch ist?

Nur soweit sie zulässig ist. Sie können teilweise zustimmen, nämlich bis zu dem Betrag, den Vergleichsmiete und Kappungsgrenze erlauben, und den Rest ablehnen. Im Hamburger Beispiel stimmen Sie 680,00 € zu und lehnen 140,00 € ab. Für den abgelehnten Teil müsste der Vermieter innerhalb von drei Monaten nach Ablauf der Zustimmungsfrist klagen.

Was passiert, wenn das Erhöhungsschreiben zu früh kommt?

Ein Verlangen, das weniger als 12 Monate nach der letzten Erhöhung kommt, ist unwirksam; Sie müssen ihm nicht zustimmen. Wurde die Miete zum 1. Januar 2026 erhöht, wäre frühestens ein Schreiben ab dem 1. Januar 2027 zulässig, und die neue Miete gälte frühestens ab 1. April 2027. Der Rechner zeigt diesen Termin an.

Welche Miete von vor drei Jahren zählt für die Kappungsgrenze?

Die Nettokaltmiete, die drei Jahre vor dem Wirksamwerden der neuen Miete galt, ohne Erhöhungen wegen Modernisierung (§§ 559 ff. BGB) und ohne Änderungen bei den Betriebskosten (§ 560 BGB). Lassen Sie das Feld leer, rechnet der Rechner mit der heutigen Miete; das ist richtig, wenn die Miete in den drei Jahren nicht erhöht wurde.

Reicht ein Erhöhungsschreiben per E-Mail?

Ja. § 558a BGB verlangt Textform, nicht Schriftform: ein Brief ohne Unterschrift, eine E-Mail oder ein Schreiben im Mieterportal genügen, wenn der Vermieter erkennbar ist. Das Schreiben muss aber begründet sein, etwa mit dem Mietspiegel, einem Gutachten, einer Mietdatenbank oder drei Vergleichswohnungen.

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Quellen

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Herausgeber von Mietrechtsrechnern für Deutschland

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