Mietpreisbremse in Niedersachsen: von der Landeshauptstadt bis zu den Inseln
Die niedersächsische Mieterschutzverordnung erfasst Großstädte, Universitätsstädte, das Hamburger Umland und sieben Inseln.
Geprüft von Radif Partners · Redaktionsrichtlinien · Methodik
Höchstens zulässige Miete bei Mietbeginn
keine Grenze
Die Gemeinde steht zu diesem Datum in keiner Verordnung.
| Ortsübliche Vergleichsmiete | 11,00 €/m² |
| Vergleichsmiete für Ihre Fläche | 682 € |
| Mietpreisbremse | gilt hier nicht |
| Kappungsgrenze | 20 % in drei Jahren |
Ohne Mietpreisbremse gilt bei Vertragsschluss keine Grenze aus §§ 556d ff. BGB. Spätere Erhöhungen folgen trotzdem § 558 BGB mit Vergleichsmiete und Kappungsgrenze.
So rechnen wirNiedersachsen bündelt seinen Mieterschutz in der Niedersächsischen Mieterschutzverordnung vom 20. Dezember 2024, geändert im Dezember 2025. Sie gilt seit dem 1. Januar 2025; die Mietpreisbremse und die Kappungsgrenze von 15 Prozent laufen bis zum 31. Dezember 2029, die verlängerte Kündigungssperrfrist von fünf Jahren nach Umwandlung in Eigentumswohnungen bis Ende 2031. Die drei Regeln gelten für dieselben 57 Gebiete: die Landeshauptstadt Hannover, Großstädte wie Braunschweig, Osnabrück, Oldenburg, Wolfsburg und Göttingen, das Umland von Hamburg und Bremen mit Buxtehude, Seevetal, Stuhr oder Lilienthal und 7 der Ostfriesischen Inseln. 6 Samtgemeinden sind als Ganzes erfasst, also mit allen Mitgliedsgemeinden. In Göttingen ergibt eine angenommene Vergleichsmiete von 9,80 € für eine Wohnung mit 45 m² eine Höchstmiete von 485,10 € bei neuen Verträgen; bei 520 € wären 34,90 € im Monat zu viel.
Eine Sammelverordnung mit drei Paragrafen
Die Niedersächsische Mieterschutzverordnung bestimmt in § 1 die Gebiete der Mietpreisbremse nach § 556d BGB, in § 2 die der Kappungsgrenze nach § 558 Abs. 3 und in § 3 die der Kündigungssperrfrist nach § 577a. Die Liste ist dreimal dieselbe. Die Vorgängerverordnung von 2020 lief Ende 2024 aus; die neue schloss lückenlos an, und die Änderung vom 3. Dezember 2025 hat die Fristen von §§ 1 und 2 bis Ende 2029 festgelegt.
Göttingen als Beispiel
Für eine Wohnung in Göttingen mit 45 m² zu 520 € und eine angenommene Vergleichsmiete von 9,80 € liegt die Grenze bei 485,10 €. Bei einer Mieterhöhung von 375 € auf 441 € erlaubt die Kappungsgrenze 431,25 €. Für Hannover erklärt die Seite Mietspiegel Hannover, wie die Vergleichsmiete dort ermittelt wird.
Alle Gebiete der Verordnung
| Buchstabe | Anzahl | Gemeinden |
|---|---|---|
| A | 2 | Achim, Adendorf |
| B | 11 | Bad Rothenfelde, Bad Zwischenahn, Baltrum, Bardowick, Bienenbüttel, Bleckede, Borkum, Bovenden, Braunschweig, Buchholz in der Nordheide, Buxtehude |
| C | 1 | Cuxhaven |
| E | 1 | Emsbüren |
| G | 3 | Garbsen, Gellersen, Göttingen |
| H | 5 | Hannover, Hanstedt, Hatten, Hemmingen, Hildesheim |
| I | 2 | Ilmenau, Isernhagen |
| J | 1 | Juist |
| L | 7 | Laatzen, Langenhagen, Langeoog, Leer, Lilienthal, Lingen, Lüneburg |
| N | 4 | Neu Wulmstorf, Norden, Norderney, Nordhorn |
| O | 4 | Oldenburg, Osnabrück, Ostheide, Oyten |
| R | 2 | Rastede, Rotenburg |
| S | 5 | Seelze, Seevetal, Spiekeroog, Stade, Stuhr |
| T | 1 | Tostedt |
| U | 1 | Uelzen |
| W | 7 | Wangerooge, Wedemark, Weyhe, Winsen, Winsen, Wolfsburg, Wunstorf |